Forschen

Künstler:innennachlässe: Männersache oder Frauenangelegenheit

Unser derzeitiges Forschungsprojekt beschäftigt sich mit einer genderspezifischen Fragestellung: „Künstler:innennachlässe: Männersache oder Frauenangelegenheit“. Es wird gefördert durch die Anita Augspurg Stiftung. Durchführende: Karolina Sarbia, Kunsthistorikerin und Gabriele Obermaier, Bildende Künstlerin.

Pionierarbeit

Das auf kunstwissenschaftlicher, journalistischer und künstlerischer Praxis basierende Langzeit-Projekt verfolgt das Ziel, Künstlerinnen nachhaltig zu unterstützen, ihren eigenen Vorlass zu organisieren und alle dafür nötigen Schritte zu unternehmen. Künstlerinnen werden ertüchtigt und ermuntert, diese Aufgabe individuell zu gestalten. Die künstlerische Praxis wird in den Kontext der aktuellen Nachlasspraxis, der Kunstgeschichte sowie der Museums- und Archivpraxis eingebunden.

Modulprinzip

Das Gesamtprojekt ist in Modulen aufgebaut. Geplant sind sechs Module. Jedes Modul umfasst einen Zeitraum von 9 Monaten. In drei zeitlich aufeinander folgenden Etappen mit je zwei Modulen werden bestimmte Themenschwerpunkte modellhaft dargestellt. Der Forschungsaufgabe liegt eine klare Struktur zugrunde, die größtmögliche Offenheit zur Weiterentwicklung erlaubt.

Vorgehen

Als Rechercheinstrument wählen wir die Form eines teilstrukturierten Leitfragen-Interviews, welches transkribiert und editiert wird. Wir besuchen Nachlasshalterinnen in ihren Archiven, Künstlerinnen in ihren Ateliers, sowie Museums- und Archivexpertinnen in ihren Büros.

Dokumentation

Das Projekt wird fortlaufend dokumentiert und auf der Webseite veröffentlicht.

Modul 1
NachlassArbeit = CareArbeit 
Frauen kümmern sich um die Künstlernachlässe ihrer Männer/Partner

Modul 2
VorlassArbeit = Selbstfürsorge gegen das Verschwinden
Fragen an lebende Künstlerinnen 65+ zur Vorlassstrategien

Vorschau : Modul 3
Who cares? – Zur Verantwortung öffentlicher Einrichtungen
Zur Sichtbarkeit von Künstlerinnen.